Sonntag, 2. März 2008

Survivortour in Småland



Tjenna tjenna,

dieses Wochenende stand eine meiner persönlichen Herausforderungen an. Ich hatte mir schon lange vorgenommen ein bisschen mehr von Schwedens Land und Leuten kennen zu lernen. Dass ich damit am 1. März bei Regen, Sturm und Nachttemperaturen nahe dem Gefrierpunkt anfangen würde, stand allerdings nicht auf dem Programm. Egal, wer die Natur treffen will, muss sie halt besuchen. So sind dann Tim (Gypsy) und ich am Samstagmorgen auf unsere Survivor-Tour gestartet. Ziel war das Skatelövfjorden (ein See ca. 30km südlich von Växjö) in Småland.



Um die Unkosten möglichst gering zu halten, sind wir dann auch im Minimalistenstil dort hin getrampt (Das habe ich auch vorher noch nie gemacht!). Auch wenn wir dabei 4 Mal eine Stunde im Regen warten mussten, haben wir sehr nette Leute getroffen, die uns jeweils ein Stück mitgenommen haben.
Am frühen Nachmittag sind wir dann endlich in Huseby angekommen, von wo aus wir dann zu unserer Wanderung aufbrachen. Auch wenn das Wetter sehr zu wünschen übrig ließ und wir uns teilweise durch schweres Gelände kämpfen mussten, waren wir in einer wundervollen Landschaft. Wiesen, Felder, Moore, Sümpfe, Wälder und kleine Dörfer mit herrlichen typisch schwedischen Häusern wechselten sich ab. Als es dann dunkel wurde, kamen wir in unserem Zielgebiet an, in dem das Nachtlager aufgeschlagen werden sollte. Allerdings erwies sich dies schwieriger als erwartet. Überall war es sehr stürmisch und nass. Daher schliefen wir unter einem großen Felsen, den wir im Wald fanden und eine kleine Höhle barg. Es war zwar sehr eng und ziemlich feucht, aber da muss der echte Survivor halt durch. Ist auch mal schön, wenn man seine Grenzen ein bisschen ausloten kann und neue Erfahrungen sammelt.



Am nächsten Tag sind wir dann weitergewandert und haben bis ungefähr um die Mittagszeit noch die Landschaft genießen können. Um ca. 11.30 sind wir wieder an der Landstraße 23 angekommen, die nach Lund zurück führt. Schon nach 30 Minuten Wartezeit hat uns ein gebürtiger Kosovoalbaner aufgegabelt, der sogar zufällig auf dem Weg nach Malmö war und uns die ganze Strecke wieder mit nach Hause genommen hat.
Obwohl mir jetzt die Füße und Beine schmerzen, war es ein wunderbarer Trip mit viel Natur, trampen, schlafen unter Steinen und das Ganze für sagenhafte 0 Kronen! Das ist ja wohl respektabel, oder?

Macht es gut

Martin

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