Sonntag, 30. März 2008

Endlich mal richtiger Winter



Hej Leute,

diese Woche stand mal wieder ein Ausflug in Schwedens Natur an. Mein Kumpel Matti und ich sind dafür am Montag Morgen nach Västra Götaland aufgebrochen. Die erste Etappe nach Göteborg sind wir getrampt, was sich als gar nicht so einfach erwiesen hat. Zwischenzeitlich haben wir 2 Stunden auf einem echt verlassenen Rastplatz im Schnee gewartet. Glücklicherweise hatte dann doch noch ein schwedisches Paar Mitleid mit uns und hat uns bis Göteborg mitgenommen, von wo aus wir dann mit dem Zug bis nach Trollhättan gefahren sind. Dort sind wir in der Herberge "Gula Villan" untergekommen, die sich als ein wirkliches Schmuckkästchen gezeigt hat. Unsere erste Amtshandlung war dann der Bau eines Schneemanns (genannt "Flöckchen") im 40cm tiefen Schnee.



Die folgenden zwei Tage ging es dann in das Naturschutzgebiet "Hunneberg", in dem wir auf Elchjagd gehen wollten. Die Landschaft dort war wunderschön und der Schnee wurde noch deutlich tiefer. Leider hat sich kein Elch vor die Kameralinse getraut, weshalb wir die Theorie aufgestellt haben, dass es die Viecher gar nicht in freier Wildbahn gibt. Das ist alles nur ein Trick um die deutschen Touris herzulocken. Naja es war trotzdem ein schöner Ausflug und ich kann dieses Gebiet jedem nur wärmstens ans Herz legen.
Den letzten Tag haben wir dann noch genutzt, um Trollhättan zu erkunden und abends dann mit dem Bus von Göteborg wieder nach Lund zu fahren. Unterm Strich bleibt zu sagen, dass Schwedens Natur sich wieder von der besten Seite gezeigt hat, man beim trampen lustige Leute trifft und Elche nur verkleidete Kühe sein können.



Ha det bra!

Martin

Freitag, 21. März 2008

Besuch in Blekingen



Hej Hej!

Diese Woche haben wir Osterferien an der Uni und ich habe die Zeit genutzt, um meinen kranken Freund Johan zuhause in Blekingen zu besuchen. Er wohnt hier mit seiner Familie auf der Insel Hasslö, die im Scherengarten um Karlskrona liegt. Sie haben hier ein wunderschönes Grundstück mit Wohn- und Gästehaus. Das umliegende Land, das aus Büschen und Gras besteht, wird von 10 Schafen kurz gehalten. Alle Versuche die Schafe mal zu streicheln sind bisher vergebens. Naja vielleicht schaff ich das auch noch, wenn ich noch ein bisschen das Mähen übe.


Ansonsten haben wir schon seine Großeltern besucht und Ausflüge in der Umgebung gemacht. Also ich kann mit vorstellen, dass man hier im Sommer auch toll Urlaub machen kann. Werde Euch natürlich auf dem Laufenden halten, was ich hier noch so erlebe. Nächste Woche geht es dann nach Västra Götaland. Davon dann aber mehr....

Krya på dig Johan! Jag tänker på dig!

Martin

Ausflug in den Skåne Djurpark


Hej Leute,

am letzten Samstag habe ich mit ein paar Freunden und meiner Mentorgruppe einen Ausflug in den Skåne Tierpark gemacht. Hier kann man alle typisch schwedischen Tiere vom Rentier bis zum Elch treffen. Wir hatten wunderbares Wetter und ich denke, dass es allen sehr gut gefallen hat. Neben den Elchen, die in der Realität deutlich größer sind als auf allen Bildern, war mein persönliches Highlight der Braunbär.


Der hat sich zwar in seiner Begeisterung über unseren Besuch ziemlich zurückgehalten, aber man konnte trotzdem ein paar schöne Bilder schießen. Bemerkenswert ist, dass man sein Ticket während des Jahres mehrfach nutzen kann. Also wenn jemand von Euch mal nach Höör kommen sollte, kann ich den Tierpark nur wärmstens empfehlen.

Ha det bra!

Martin

Sonntag, 2. März 2008

Survivortour in Småland



Tjenna tjenna,

dieses Wochenende stand eine meiner persönlichen Herausforderungen an. Ich hatte mir schon lange vorgenommen ein bisschen mehr von Schwedens Land und Leuten kennen zu lernen. Dass ich damit am 1. März bei Regen, Sturm und Nachttemperaturen nahe dem Gefrierpunkt anfangen würde, stand allerdings nicht auf dem Programm. Egal, wer die Natur treffen will, muss sie halt besuchen. So sind dann Tim (Gypsy) und ich am Samstagmorgen auf unsere Survivor-Tour gestartet. Ziel war das Skatelövfjorden (ein See ca. 30km südlich von Växjö) in Småland.



Um die Unkosten möglichst gering zu halten, sind wir dann auch im Minimalistenstil dort hin getrampt (Das habe ich auch vorher noch nie gemacht!). Auch wenn wir dabei 4 Mal eine Stunde im Regen warten mussten, haben wir sehr nette Leute getroffen, die uns jeweils ein Stück mitgenommen haben.
Am frühen Nachmittag sind wir dann endlich in Huseby angekommen, von wo aus wir dann zu unserer Wanderung aufbrachen. Auch wenn das Wetter sehr zu wünschen übrig ließ und wir uns teilweise durch schweres Gelände kämpfen mussten, waren wir in einer wundervollen Landschaft. Wiesen, Felder, Moore, Sümpfe, Wälder und kleine Dörfer mit herrlichen typisch schwedischen Häusern wechselten sich ab. Als es dann dunkel wurde, kamen wir in unserem Zielgebiet an, in dem das Nachtlager aufgeschlagen werden sollte. Allerdings erwies sich dies schwieriger als erwartet. Überall war es sehr stürmisch und nass. Daher schliefen wir unter einem großen Felsen, den wir im Wald fanden und eine kleine Höhle barg. Es war zwar sehr eng und ziemlich feucht, aber da muss der echte Survivor halt durch. Ist auch mal schön, wenn man seine Grenzen ein bisschen ausloten kann und neue Erfahrungen sammelt.



Am nächsten Tag sind wir dann weitergewandert und haben bis ungefähr um die Mittagszeit noch die Landschaft genießen können. Um ca. 11.30 sind wir wieder an der Landstraße 23 angekommen, die nach Lund zurück führt. Schon nach 30 Minuten Wartezeit hat uns ein gebürtiger Kosovoalbaner aufgegabelt, der sogar zufällig auf dem Weg nach Malmö war und uns die ganze Strecke wieder mit nach Hause genommen hat.
Obwohl mir jetzt die Füße und Beine schmerzen, war es ein wunderbarer Trip mit viel Natur, trampen, schlafen unter Steinen und das Ganze für sagenhafte 0 Kronen! Das ist ja wohl respektabel, oder?

Macht es gut

Martin